Ohrkerzentherapie

Die Ohrkerzentherpie hat  in den vergangenen 20 Jahren einen festen Platz in der naturheilkundlichen Behandlung, insbesondere von Erkältungskrankheiten, Tinnitus und Stresssymptomen erhalten.

Ohrkerzen können aber auch zur Wellnesbehandlung eingesetzt werden.

Je nach Art der Herstellung bestehen Ohrkerzen zum Beispiel aus Baumwolle, Leinen und Bienenwachs. Je nach Anwendungsbereich werden den Ohrkerzen Kräuter, Gewürze oder ätherische Öle zugesetzt. Die Behandlung ist für Kinder und Erwachsenen geeignet.

 

Ohrkerze Behandlung
Behandlung mit Ohrkerzen

Wirkung

Die Ohrkerzen wirken rein physikalisch. Ein leichter Unterdruck (Kamineffekt) und die durch die Bewegung der Flamme hervorgerufenen Vibrationswellen der Luft in der Kerze wirken wie eine sanfte Trommelfellmassage. Die, von der Ohrkerze ausgehende Wärme, wirkt sehr entspannend, einmal auf das Ohr und zusätzlich noch auf den gesamten Organismus. Ablagerungen im Gehörgang können sich lösen, was zu einer Hörverbesserung führen kann.

Das Innenohr, in dem sich das Gleichgewichtsorgan befindet, wird durch die Schwingungen besser durchblutet.

Auch haben die Vibrationen und die Wärmeentwicklung eine positive Auswirkung auf die Nasennebenhöhlen. Je nachdem, welche Kräuter oder ätherischen Öle der Ohrkerze beigemischt sind, üben diese noch eine zusätzlich Wirkung aus. So ist zum Beispiel eine Ohrkerze, die Lavendel enthält sehr gut zur Entspannung geeignet. Zugesetzter Weihrauch wirkt gegen die verschiedensten Erreger und Honig unterstützt die Ohrhygiene.

Behandlung

Der Patient liegt während der Behandlung ganz entspannt, in Seitenlage, auf einer Behandlungsliege.

Der Therapeut sitzt neben dem Patienten und hält dabei die Ohrkerze fest.

Die Ohrkerze wird sanft auf den Gehörgang gesteckt und dabei das umliegende Gebiet mit einem Tuch abgedeckt.

Die Ohrkerze wird am oberen Ende angezündet, was den Beginn der eigentlichen Behandlung darstellt. Das Abbrennen der Ohrkerze dauert ungefähr 20 Minuten und wird immer an beiden Ohren durchgeführt.

Ist das Ende der Kerze erreicht, so wird diese in ein Gefäß mit Wasser gegeben, um die Flamme zu löschen.

Nach der Behandlung sollte der Patient noch 10 Minuten ruhen.

Anwendung

Eine Ohrkerzentherapie wird vor allem zur Entspannung angewandt. Aber auch die durchblutungsfördernde Wirkung,

die von dem Verbrennen der Ohrkerze ausgeht,

kann bei Nasennebenhöhlenentzündungen, sowohl akut als auch chronisch hilfreich sein.

Durch den Verbrennungsvorgang hervorgerufene Luftdruckschwankungen,

sollen darüber hinaus einen druckausgleichenden und sekretfördernden Effekt auf Stirn- und Nasennebenhöhlen haben.

Bei Tinnitus  kann eine Ohrkerzenbehandlung, unter Umständen, ebenfalls zur Verbesserung der Beschwerden beitragen.


Kontraindikationen

  • Trommenfellperforation
  • Akute Entzündungen am Ohr
  • Hauterkrankungen wie Ekzeme und Pilze, Implantierte Paukenröhrchen