Ausleiten, Entgiften, Umstimmen

 ...dies sind die Grundpfeiler einer erfolgreichen naturheilkundlichen Therapie. Denn bei jeder Krankheit haben wir es mit gestörten Selbstheilungskräften des Körpers zu tun. Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, wodurch die Selbstheilungskräfte behindert werden, der zweite Schritt besteht in der Ausleitung der Störfaktoren. Dies geschieht einerseits mit naturheilkundlichen Medikamenten, andrerseits durch ausleitende Verfahren wie zum Beispiel dem Schröpfen, welche die Verschlackung des Körpers beseitigen können.

 

 

 


Schröpfen

Beim Schröpfen werden unter Vakuum stehende Schröpfgläser auf die Haut, hauptsächlich auf den Rücken (seltener z. B. über der Leber, auf Brust, Bauch oder Oberschenkel), aufgesetzt.
Einerseits verbessert das Schröpfen oftmals die lokale Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel im behandelten Hautareal, lockert in der betreffenden Region Verspannungen und Verhärtungen (Gelosen) und kann nicht selten auch Schmerzen lindern.
Andererseits befinden sich am Rücken auch bestimmte Schröpfzonen, die als Reflexzonen gelten und mit inneren Organen und Organsystemen in Verbindung stehen sollen. Diese können nach unseren Beobachtungen durch das Schröpfen positiv beeinflusst werden.
Außerdem wird durch das Schröpfen offensichtlich auch das Immunsystem angeregt und das Nervensystem harmonisiert (vegetative Umstimmung). Bei konstitutioneller Schwäche (Asthenie) kann das Schröpfen kräftigend und anregend wirken.

Baunscheidtieren

Die Baunscheidt-Therapie, auch bezeichnet als "Akupunktur des Westens", wurde erstmals 1848 als Heilmethode von Carl Baunscheidt beschrieben.

 Das Baunscheidtieren gehört zu den ausleitenden Verfahren und ist eine Hautreiztherapie, bei der durch Sticheln und anschliessendes Einreiben mit einem speziellen Öl ein künstlicher Hautausschlag erzeugt wird.

Mit einem Nadelroller, wird über die oberste Hautschicht gerollt. Dies führ zu einer erwünschten Hautreizung.

Das Baunscheidtieren ist auch eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexzonen zu Nutze macht: Verschiedene Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs reflexartig Schmerzen oder Veränderungen (Überempfindlichkeit, Eindellungen, Quellungen) in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Diese Verbindung nutzt man bei den Reiz- oder Reflextherapien in umgekehrter Richtung: Übt man mechanisch oder mit Wärme oder Medikamenten einen Reiz auf ein bestimmtes Hautgebiet aus, so beeinflusst man auf diese Weise auch das mit diesem Hautbereich verbundene erkrankte Organ.

Beim Baunscheidtieren wird durch die Reizung der Haut sowohl die lokale Durchblutung angeregt als auch die Durchblutung der inneren Organe, die mit den behandelten Hautsegmenten reflektorisch verbunden sind. Dadurch sollen Schmerzen gelindert und die inneren Organe gestärkt werden.

Mögliche Anwendungsgebiete:

  • orthopädische Probleme wie Arthrose, Rückenbeschwerden, Schulter-Nacken-Problematik
  • rheumatische Erkrankungen
  • Neuralgien, Ischialgie
  • Bronchitis
  • chronische Obstipation
  • Organerkrankungen
  • prophylaktisch zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems

Behandlung:

Nach vorheriger Untersuchung und Anamnese dauert die Baunscheidtbehandlung ca. 15-20 Minuten.

 

 

Darmsanierung

Unter einer Darmsanierung versteht man den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora, in der alle Bakterien in einem Gleichgewicht vorhanden sind. Eine „gestörte Darmflora“ lässt sich aufgrund einer ausführlichen Anamnese in Verbindung mit einer Labordiagnostischen Stuhluntersuchung feststellen. Bei der Stuhluntersuchung werden die Bakterien im Darm ermittelt. Verdauungsrückstände im Stuhl können nachgewiesen werden, ob allergische Komponenten oder entzündliche Prozesse vorhanden sind.Symptome einer geschwächten Darmflora können zum Beispiel Verdauungsstörungen wie und/oder Verstopfungen,  Durchfall, Migräne, rheumatische Beschwerden, eine Lebensmittelunverträglichkeit sowie die Schwäche des gesamten Organismus sein. Auch bei ständiger und deutlicher Gewichtszunahme sollte unter Umständen eine Darmsanierung in Betracht gezogen werden.Die Therapie richtet sich individuell nach dem Befund, gegegbenenfalls mit entsprechenden Therapeutika.